Besuch der Gedenkstätte Theresienstadt – Lernen aus der Geschichte

Im Oktober und November 2025 sowie im Januar 2026 besuchten unsere fünf Klassen des Jahrgangs 10 die Gedenkstätte Theresienstadt. Die zweitägige Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit der nationalsozialistischen Ideologie und der Funktionsweise des NS-Staates als System von Terror, Gewalt und Ausgrenzung auseinanderzusetzen.

Unsere Schülerinnen und Schüler wurden von vor Ort tätigen Freiwilligen durch das ehemalige Ghetto Theresienstadt und zur Kleinen Festung geführt, die als Gestapo-Gefängnis genutzt wurde. Weil kurz zuvor eine Zeitzeugin verstorben war, gab es bei unserer dritten Exkursion erstmals ein Gespräch mit einer „Zweitzeugin“, der Tochter einer Ghetto-Insassin. Durch die persönliche Lebensgeschichte wurde das historische Geschehen greifbar und emotional erfahrbar. Ergänzt wurde unser Programm durch einen Workshop mit dem Titel „Nachrichten aus der Vergangenheit“.

Die Übernachtung erfolgte direkt in Terezin, wie Theresienstadt auf Tschechisch heißt, an der Gedenkstätte. Dadurch konnten alle Lernstationen fußläufig erreicht werden und es blieb ausreichend Zeit für gemeinsame Reflexionsphasen und Gespräche.

Der Besuch der Gedenkstätte stellte für die Jugendlichen eine nachhaltige Lernerfahrung dar, die weit über den regulären Unterricht hinausging. Er leistete einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung sowie zur Stärkung von Empathie, Verantwortungsbewusstsein und demokratischen Werten.

Ein Teil der Kosten für diese Exkursion wurde durch das Förderprogramm „Weltoffenes Sachsen“ unterstützt. Dafür bedanken wir uns herzlich.